Oscar
Mit dem Bewertungsmodell wird GTKC-Wert (gewichtete Tages-Kontaktchance)
einer Plakatstelle ermittelt. Bewertungsgrundlage ist die gesamte Anzahl der
Bruttokontakte in Form des gezählten Passantenstroms pro Tag. Der Bruttowert wird
mit einem Sichtbarkeitsindex, welcher sich aus den einzelnen
Sichbarkeitsparametern (Beleuchtung, Winkel, Sichtbehinderungen) und deren
Ausprägung ergibt, gewichtet. Es erfolgt eine Addition der gewichteten Kontakte
aller Verkehrsströme zum GTKC-Wert. So wird beschrieben, wie hoch die
Beachtungschance der Plakatstelle ist und wie stark die Bruttokontakte abgewichtet
werden müssen.
G-Wert
Der G-Wert gibt an, wie viele Passanten sich pro Stunde eines Werktages zwischen
7.00 und 19.00 Uhr an ein durchschnittlich aufmerksamkeitsstarkes Plakatmotiv in
einem gestützten Wiedererkennungstest erinnern konnten. Das von der GfK
entwickelte System ermittelt hierfür die Passagefrequenz am Standort. Diese wird
als "Werbeträgerkontaktchance" bezeichnet. Die Frequenzen werden dabei
unterschieden in Auto-, Fußgänger- und ÖPNV-Frequenzen. Das System gewichtet
dann die Frequenzen durch eine Reihe von Sichtbarkeitsfaktoren. Diese Faktoren
werden in einem multiplikativen System mit den aufgezeichneten Frequenzen
verrechnet. Damit wird jener Anteil der Passanten errechnet, der einen Blickkontakt
mit der Werbetafel gehabt hat.
Contur
Es erfolgt eine Erhebung zahlreicher qualitativer Kriterien des einzelnen
Plakatstandortes, wie Lage, Infrastruktur, Verkehrsdichte (geschätzte
Passagefrequenz), Entfernung und Winkel zum Verkehrsstrom,
Sichtbeeinträchtigungen, Anzahl weiterer Plakate am Standort. Die Parameter
werden nach ihrer Bedeutung unterschiedlich gewichtet und zu einer
Gesamtpunktzahl zusammengefasst. Diese wird zur qualitativen Differenzierung
und Selektion von Großflächen eingesetzt.
